Ohrakupunktur

Viele Diagnose- und Therapieverfahren, die das Ohr nutzen, sind schon seit Jahrtausenden bekannt. Schon in 2000 Jahre alten chinesischen Schriften wird über die Reflexzone "Ohr" geschrieben. Es gibt heutzutage auf dem Gebiet der Ohrakupunktur verschiedene Richtungen. Unterscheide sind hier unter anderem die Punkt-Lokalisation. Eine der bekanntesten Varianten ist die französische Ohrakupunktur nach dem französischen Arzt Paul Nogier.

Reflexzonentherapie bedeutet, dass sich im Ohr Reflexzonen verschiedener Organe und Körperregionen befinden. Bildlich ist das Ohr als Embryo in Kopflage zu sehen – d.h. die Ohrläppchen entsprechen dem Embryo-Kopf. ​So ist die Ohrmuschel eine Repräsentation des Körpers mit all seinen Organen, Muskeln und Körperteilen. Darüber hinaus gibt es Punkte, die eine übergeordnete Funktion haben und keinem direkten Bereich zugeordnet sind, wie zum Beispiel Punkte zur Schmerzlinderung.

Über eine gestörte Zone im Ohr lassen sich somit unter Umständen Rückschlüsse auf den gesundheitlichen Zustand des Körpers ziehen.

Anhand verschiedener Kriterien wird einer oder mehrere Punkte zur Nadelung ausgesucht.  Aktive Punkte sind häufig schmerzhaft, möglicherweise sogar optisch auffällig.

Die gestörten Punkte werden dann genadelt. Dort verbleiben die Akupunkturnadeln für 20 bis 30 Minuten.

Ein Behandlungszyklus besteht normalerweise aus 10-15 Sitzungen, mit jeweils 2-4 Behandlungen in der Woche. Spätestens nach der 4./5. Sitzung sollte eine spürbare Besserung der Beschwerden zu erkennen sein. Nach einem Behandlungszyklus wird eine mehrwöchige Pause zu den nächsten Sitzungen empfohlen.


Laut einer in 2020 erstellten Liste der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann Akupunktur bei einer Vilezahl von Beschwerden zum Einsatz kommen, zum Beispiel:

  • Schmerzsyndrome des Stütz- und Bewegungssystems

  • Neurologische Störungen (z.B. Kopfschmerz)

  • Hauterkrankungen

Eine andere Möglichkeit der Ohrakupunktur ist unter anderem die Implantatakupunktur.

Information nach §3 Heilmittelwerbegesetz (HWG)

Alle Formen der Akupunktur sind alternative Heilmethoden und damit wissenschaftlich nicht anerkannt. Ein Behandlungserfolg darf nicht mit Sicherheit erwartet werden. Die hier vorliegenden Informationen ersetzen bei geschilderten Krankheitsbildern nicht die Untersuchung und Diagnose durch einen Arzt.